Mag. Dr. Monika Spethling-Reichhart

Soziologin, Pädagogin, Teilleistungstrainerin

   

Übungsprogramm

Die Erkenntnisse von Facharzt Dr. Biebl bauen darauf auf, dass durch das tägliche Üben auf einer bestimmten Ebene, effizientere Verbindungen zwischen den gehirnaktiven Regionen soweit aktiviert werden, dass sie später ohne »Umwege« arbeiten. Die Nervenverbindungen (Synapsen) verknüpfen sich neu und behalten ihre Verbindungen in der Regel für immer bei. Dies ist nur solange möglich, als das Gehirn des Kindes nicht vollständig ausgereift ist. Hier gilt als allgemeiner Richtwert das 15. Lebensjahr.

Entscheidend für den Erfolg wird sein, dass das Kind mit einem Erwachsenen die Übungen konsequent täglich ca. drei Monate lang, die vorgegebene Zeit von ca. 7 bis 10 Minuten ausführt. Speziell im letzten Monat, in welchem die Übung womöglich bereits gut beherrscht wird, ist das sehr wichtig, denn dies ist die Phase wo sich die Gehirnabläufe stark einprägen und festigen.

Kinder dürfen bei den Übungen Fehler machen. Sie sollen für Fehler keinesfalls gemaßregelt werden! Viel wichtiger ist es, die Kinder für jeden gelungenen Versuch zu loben und ihre Leistung anzuerkennen. Denn Kinder mit Teilleistungsschwächen haben sehr oft Vertrauensdefizite in Bezug auf ihre eigene Leistung!